Sonntag, 30. März 2025, 18.00 bis 19.30 Uhr
Konzerte

Georg Friedrich Händel (1685-1759) lebte ab 1710 bis zu seinem Tod fast durchgehend in England. Seine Verbundenheit mit der deutschstämmigen britischen Königsdynastie, dem Haus Hannover, bewies er in einer Reihe von herausragenden Kompositionen. So schuf Händel für die Krönung von George II. im Jahr 1727 Werke „mit aller Pracht und Großartigkeit, die sich ersinnen lässt“ – die „Coronation Anthems“. Beim Konzert wird das feierliche „Let thy hand be strengthened“ und Händels wohl prunkvollste Komposition überhaupt, „Zadok the priest“ zu hören sein. Die grandiose Wirkung des siebenstimmigen Chors und der majestätische Orchesterklang von Streichern, Barockoboen, Naturtrompeten und Pauken überwältigen bis heute. Das Werk erklang seit George II. bei jeder Krönung eines britischen Monarchen, zuletzt 2023 für Charles III. Fußballfreunde werden zudem erkennen, dass die UEFA-Champions-League-Hymne auf Händels legendärer Komposition basiert.
Mit der vom Volk hochgeschätzten Königin Caroline war Händel fast 40 Jahre lang eng verbunden. Als sie 1737 starb, komponierte er für die Beisetzung das bewegende, 45-minütige Trauer-Oratorium „The ways of Zion do mourn“. Obwohl selten aufgeführt, zählt es mit seinem bemerkenswerten Changieren zwischen expressiver Klage und friedvoller Trauer zu den persönlichsten und besten Werken Händels. Das virtuose Konzert für Orgel und Orchester in F-Dur konzipierte Händel 1735 als glänzenden Abschluss seines Oratoriums „Athalia“. 1738 gab er das Konzert als op. 4/4 im Druck heraus und veränderte dazu dessen Schluss. Bei unserer Aufführung erklingt die nahezu in Vergessenheit geratene Urfassung des beliebten Orgelkonzerts mit dem hymnischen „Alleluia“-Chorfinale.
Es musizieren der Kammerchor Spitz, das Orchester Cappella Wachovia und Johann Simon Kreuzpointner (Orgel) unter der Leitung von Michael Koch.
Eintritt: Freiwillige Spenden!
